Doppelt profitieren: Energie und Steuern sparen!

1. Juli 2020

Seit dem 1.1.2020 werden energetische Baumaßnahmen an selbstgenutzten eigenen Wohngebäuden mit einem Steuerbonus gefördert. Voraussetzung hierfür ist, dass das Gebäude bei Durchführung der Baumaßnahme älter als zehn Jahre ist. Anders als beim Steuerbonus für haushaltsnahe Dienstleistungen und Handwerkerleistungen umfasst die Förderung nicht nur die Lohnkosten, sondern auch die Materialkosten. Der neue Steuerbonus gilt für Baumaßnahmen, die nach dem 31.12.2019 begonnen haben und vor dem 1.1.2030 abgeschlossen sind.

WAS WIRD GEFÖRDERT?

  • Wärmedämmung von Wänden,
  • Wärmedämmung von Dachflächen,
  • Wärmedämmung von Geschossdecken,
  • Erneuerung der Fenster oder Außentüren,
  • Erneuerung oder Einbau einer Lüftungsanlage,
  • Erneuerung der Heizungsanlage,
  • Einbau von digitalen Systemen zur energetischen Betriebs- und Verbrauchsoptimierung und
  • Optimierung bestehender Heizungsanlagen, sofern diese älter als zwei Jahre sind.

Welche Maßnahmen notwendig und sinnvoll sind, hängt in der Regel davon ab, wo die Schwachstellen der Immobilie liegen. Undichte Fenster? Eine veraltete Heizanlage? Mängel in der Wärmedämmung? Um die Energiefresser aufzuspüren, sollten Sie von Anfang an einen Experten einbeziehen. Wer sich einen ersten Überblick verschaffen will und Tipps zum Energiesparen sucht, ist bei den Verbraucherzentralen gut beraten. Auch die Kosten für Energieberater gelten als förderfähige Aufwendungen für energetische Maßnahmen.

Sofern es sich um eine öffentlich geförderte Maßnahme handelt, für die zinsverbilligte Darlehen oder steuerfreie Zuschüsse in Anspruch genommen werden, ist der Steuerbonus jedoch ausgeschlossen.

WIE WIRD GEFÖRDERT?

Pro Objekt beträgt die Steuerermäßigung maximal 40.000 EUR, und zwar in gestaffelter Form. Im Jahr des Abschlusses der Baumaßnahme werden 7 % der Aufwendungen, maximal 14.000 EUR gefördert. Im 1. Folgejahr ebenso. Im 2. Folgejahr werden 6 % der Aufwendungen, maximal 12.000 EUR gefördert.

BESCHEINIGUNG ERFORDERLICH

Voraussetzung für die Inanspruchnahme der Förderung ist, dass die Baumaßnahme von einem anerkannten Fachunternehmen unter Beachtung von energetischen Mindestanforderungen ausgeführt wird. Über die Arbeiten muss eine Rechnung in deutscher Sprache ausgestellt worden sein, aus der die förderfähigen Maßnahmen, die Arbeitsleistung und die Adresse des begünstigten Objekts ersichtlich sind; die Zahlung muss zudem auf das Konto des Leistungserbringers erfolgen (keine Barzahlung).

Schließlich setzt der Steuerbonus die Vorlage einer Bescheinigung des Fachunternehmens voraus, das mit den Baumaßnahmen beauftragt wurde. Diese muss nach amtlich vorgeschriebenem Muster erstellt sein. Das Bundesfinanzministerium hat zwei entsprechende Musterbescheinigungen veröffentlicht. Diese finden Sie hier

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